5. UNION-Jugend-Fußballcamp vom 15. bis 19.08.2012 mit Jens Nowotny.
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Einsteigerlauftreff
Donnerstags
18:00
Uhr
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Kunstrasenplatz Biesfeld
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Franky goes Marathon - Part II

(von Frank Gassen Wendler)

(2. Oktober 2011) Um es gleich vorweg zu nehmen. Auch beim zweiten, dritten und x-ten Mal sind die letzten 10 km kein Vergnügen. Doch die ersten dreißig können wunderbar sein und das ist ein wirklich guter Deal. Aber der Reihe nach!

Bei meinem ersten Marathon in Bonn 2010 stand noch ein unerfahrener, etwas zu ehrgeiziger (weil von schnellen Erfolgen getrieben) Fünfzigjähriger an der Startlinie, um auf den 42 km zum Ziel seine Lektion zu lernen. Sprunggelenksknorpel zerschreddert, Ärzte, Reha, Pause und langsamer Neuanfang. Also nicht einfach das alte Konzept in der Lightversion fortsetzen, sondern Umstellung von Lebens- und Ernährungsgewohnheiten kombiniert mit Training nach Körpergefühl statt starrer Trainingspläne. Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. In allen Laufdisziplinen (10 km, HM) konnte ich meine persönlichen Bestzeiten ohne große Mühe verbessern und den ersten Triathlon in meinem doch schon fortgeschrittenen Leben finishen. Mit größtem Vergnügen übrigens.

Schließlich stand ich nun zum zweiten Mal an der Startlinie vor meiner großen Prüfung: Köln Marathon am 2. Oktober 2011. Schon im Startblock wusste ich, dass es gut wird und meine alte Bestmarke von 3:40 Std. kein Problem werden würde. Über das Wetter kann man ja immer streiten. Für mich war dieser warme, wolkenlose Sommertag im Oktober einfach nur schön.

Endlich fiel der Startschuss und die Menge drängte über die Deutzer Brücke. Das sehr beengte Laufen direkt nach dem Start ist nie mein Ding gewesen. Ich brauche Bewegungsfreiheit. Deshalb laufe ich anfangs auch immer zu schnell. Eigentlich verhängnisvoll aber mir ist das egal. So mache ich das eben (Körpergefühl). Gegen Ende laufe ich einfach etwas langsamer und dann passt es wieder. Überraschend für mich war jedoch, dass ich diesmal das hohe Tempo bis km 30 fast mühelos halten konnte. Dreißig Kilometer, die ich deshalb auch genossen habe, denn die neue Strecke und das Kölner Publikum waren fantastisch.

Es ist einfach unbeschreiblich mit einigen Tausend Gleichgesinnten durch den Rheinufertunnel zu laufen. Muss man als Marathonläufer erlebt haben. Und dann dieses Publikum! Da kann man nicht einfach nur so stur laufen. Da muss man auch als Läufer mitmachen und teilhaben. Ich treffe Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen und natürlich diese Biesfelder, die offensichtlich ihren eigenen Marathon durch die Stadt laufen, denn immer wieder tauchen sie an den verschiedensten Stellen in der Stadt mit guter Laune auf und treiben einen an. Jonas, mein Sohn, ruft mir bei km 15 zu. Er läuft die Schulstaffel und wartet in der Wechselzone. Bei km 20 steht Irene, meine Frau, der ich einen verschwitzten Kuss zurück lasse.

Dreißig Kilometer geht das so – dann merke ich, dass die Energieanzeige erste Warnzeichen sendet. Der Mann mit dem Hammer winkt! Deshalb brav trinken, essen und runter vom Gas. Bis zur Deutzer Brücke wird es zäh und nur der Wille treibt mich Meter für Meter weiter. Auf der Brücke hellt es sich dann aber wieder auf. Die vielen Menschen und das nahe Ziel vor Augen geben noch einmal richtig Schubkraft. In der Zielkurve sind alle außer Rand und Band und die Stimmung trägt mich über die Zielmatte. 3 Std. 28 Min. und 4 Sekunden zeigt die Uhr. Von jetzt auf gleich bin ich runter von der Showbühne. Es herrscht Ruhe und ich schwebe (immer noch High) bis zum Verpflegungsdorf. Ein Zeh am linken Fuß schmerzt etwas aber sonst scheint alles heil zu sein. Am nächsten Tag ist Feiertag und ich gönne mir Entspannung. Ein ganz leichter Muskelkater ist diesmal das Preisgeld der 42 km. So macht Marathon Spaß!