5. UNION-Jugend-Fußballcamp vom 15. bis 19.08.2012 mit Jens Nowotny.
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Donnerstags
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Uhr
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Kunstrasenplatz Biesfeld
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Göttingen 02.05.2010

Göttingen – 10 km Wettkampf von Sven Eicker

(von Sven Eicker)

(02. Mai 2010) Nachdem ich die Nacht bei meinem Cousin in der Studentenbude auf dem Boden verbracht und wir uns mit Müsli gestärkt hatten, ging es um 10:30 Uhr auch schon los zum Stadion an der Jahnstraße. Der Weg führte uns 4,5 km quer durch Göttingen und wurde natürlich im lockeren Lauf bewältigt , wobei ich hier schon erste Seitenstiche hatte. Am Stadion erwartete uns gerade der Einlauf des 5 km Laufes, der von vielen Zuschauern beklatscht wurde.

Die Nachmeldung zum 10 km Lauf ging dann sehr zügig vonstatten und war mit 8,50 € (inkl. 2,50 € Nachmeldegebühr) recht preiswert. Zumal die Leistungen, die im Startgeld beinhaltet waren, in meinen Augen sehr gut waren: Die Zeitnahme wurde in Echtzeit mittels Chip an der Rückseite der Startnummer genommen. Zudem erhielt jeder Teilnehmer einen Essensgutschein über eine Nudelsuppe mit Hähnchenstückchen, die mir im Anschluss an den Wettkampf sehr mundete, sowie eine Tasse zum Andenken an den 24. Göttinger Frühjahrs-Volkslauf. Eine ausreichende Zielverpflegung in Form von Wasser und isotonischen Getränken war selbstverständlich.

Nachdem wir uns nun nachgemeldet und auch gut warm gemacht hatten, begaben wir uns in die Startaufstellung. Platz fanden wir ca. 10 m hinter den vordersten Startern.  Zwischendurch hatte es ab und zu ein paar Tropfen geregnet, aber mit 13 – 15 °C und trockenen Wetterverhältnissen waren beste äußere Bedingungen für einen guten Wettkampf gegeben.

Mittlerweile hatte ich mir natürlich schon viele Gedanken gemacht, was für eine Marschroute ich für meinen Lauf ausgeben sollte. Nachdem ich in den letzten beiden Jahren bei allen Läufen kläglich an einer Zeit unter 40 Minuten gescheitert bin, kam dieses Jahr nur eine Verbesserung meiner persönlichen Bestzeit, die derzeit leider nur bei 42:17 lag, in Frage. Allerdings habe ich mir diese Zeit erst für den Kirschblütenlauf in zwei Wochen vorgenommen, sodass ich diesmal mit einer Zeit in der Nähe meiner persönlichen Bestzeit zufrieden gewesen wäre. Pünktlich um 12:05 Uhr (der Start war für 12:00 Uhr angesetzt) fiel der Startschuss. Die erste halbe Runde durch das Stadion ging nur schleppend voran und ich hatte Mühe, mir meinen Weg durch die Läufermenge zu bahnen. Auf dem ersten Kilometer konnte man nur schwerlich in seinen Rhythmus kommen, da die Strecke noch relativ eng war und noch einige langsamere Läufer vor mir waren.

Nachdem ich das erste Teilstück hinter mich gebracht hatte, leuchtete auch schnell das 2- und dann 3-km-Schild auf, bei dem ich eine Zwischenzeit von 12:24 hatte. Zum einen war ich überrascht, dass es so gut lief, und zum anderen ein wenig bange, ob sich das schnelle Tempo nicht noch rächen sollte. Aber anstatt langsamer zu werden, lief der nächste Kilometer anscheinend noch besser, da ich die 4-km-Marke bei  16:12 überquerte. „Oha, 3:50 min auf dem letzten Kilometer, da kann ja heute was gehen…“, schoss es mir durch den Kopf. Die 5-km-Marke durchlief ich bei 20:16 und war guter Dinge über den weiteren Verlauf dieser Veranstaltung. Über die nächsten zwei Kilometer konnte ich den 4:00 bis 4:10 min/km Schnitt in etwa halten, ehe mir dann zum siebten Kilometer hin ursprünglich sehr schlecht wurde.

An diesen  Stellen frage ich mich immer wieder, wieso man sich so quälen muss, es gibt doch so viele andere, weniger anstrengende Sportarten.

Folglich hieß das für mich, dass ich dieses Tempo nicht weiter durchhalten konnte. Im Weiteren verringerte ich zwar meine Frequenz, achtete allerdings darauf, weiterhin raumgreifende Schritte zu machen, damit ein zügiger Vortrieb gewährleistet war. Die letzten Kilometer verliefen wie in Trance, sodass mir der Blick zur Uhr und die Hochrechnung der Zeit zusehends schwerer fiel. Die 9-km-Marke übersah ich zum Beispiel komplett.

Auf den letzten Metern, die dann wieder im Stadion zu absolvieren waren, realisierte ich jedoch, dass diese Zeit jetzt wohl locker für eine neue persönliche Bestzeit auf 10 km reichen musste. Nach ein paar schnellen letzten Schritten kam ich auf handgestoppte 41:18 und lag damit 59 Sekunden unter meiner bisherigen Bestzeit. Völlig am Ende ließ ich im Ziel auch direkt den ersten Wasserbecher fallen, den mir ein Helfer reichte. Beim zweiten Anlauf gelang mir die Flüssigkeitsaufnahme aber wieder besser. Ziemlich entkräftet wartete ich sitzend auf Henning, der das Ziel schließlich mit für ihn akzeptablen 45:21 erreichte.

Während wir im Anschluss unseren Essensgutschein einlösten und die Suppe zu uns nahmen, kam ich zum Entschluss, wenn möglich auf nächstes Jahr, diesmal am 03.April 2011, wieder zu starten und eventuell dann die 40 Minuten in Angriff zu nehmen, denn die Strecke ist für schnelle Zeiten bestens geeignet. Geradezu eben und nur mit zwei kleineren Richtungswechseln ist sie ideal für einen Angriff auf gute Zeiten und eventuell auch neue Bestzeiten.

Später hatte ich lediglich nur noch Zeit mich bei meinem Cousin schnell zu duschen, um dann ein letztes Mal mit schnellen Schritten meine Bahn für den Rückweg gerade noch so zu erreichen und zwar erschöpft, aber umso mehr froh über diese neue Bestzeit die fünfstündige Bahnrückfahrt anzutreten.

Ergebnisse:

75. (brutto) Eicker, Sven 00:41:34 2080 Union Blau Weiss Biesfeld, 1986, 00:41:17 69. (netto)

194. (brutto) Zwirnmann, Henning 00:45:40 2079 SV Bommern 05, 00:45:21 180. (netto)