5. UNION-Jugend-Fußballcamp vom 15. bis 19.08.2012 mit Jens Nowotny.
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Donnerstags
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Uhr
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Kunstrasenplatz Biesfeld
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New York City Marathon 2007

New York City Marathon 2007

(von Andrea Memminger)
WOW – Tatächlich, es war endlich soweit: wir (Michael, Guido, Andrea) flogen nach New York zum grössten Marathon weltweit mit über 38.500 Finishern 2007! Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude, das laaaaange Warten hatte ein Ende! Bereits 2005 wurden die ersten Pläne für diesen Marathon geschmiedet und man hatte sich für die teuren Startplätze eines Reiseveranstalters entschieden, da es für eine Qualizeit leider nicht ausreichte J und man auf eine Verlosung bei über 98.000 Bewerbungen in diesem Jahr nicht setzen wollte! Das Hotel und der Flug wurden im Dezember 2006 gebucht und man fragt sich jetzt: „Wo ist die Zeit eigentlich geblieben?“

Uns war von vornherein klar, dass wir DEN New York Marathon einfach nur geniessen werden, zumal wir alle noch den Kölner Lauf vier Wochen zuvor in den Knochen hatten. Nicht zu vergessen mein Saisonauftakt im Juni: beim Quelle Challenge in Roth hatte ich den Part der Staffelradfahrerin über 180 km in Angriff genommen und so schon seit März einige lange Touren im Bergischen in den Beinen. Und irgendwelche Marathonvorbereitungen in dem Sinne gab es für uns nicht, also hiess es so viel wie eben möglich von der Stadt zu sehen!

Am Vortag des Marathons streifte ein Hurrikan New York und bescherte uns einen sehr stürmischen und kalten Samstag, an dem wir am Abend eine gigantische Pasta Party erlebten! Berichten kann man darüber so wenig wie über die überwältigende Stimmung und Organisation an der Strecke sowie über die Marathonmesse, man muss das einfach erlebt haben - ein absolutes Highlight und unbedingt weiter zu empfehlen!

Für den Sonntag war perfektes Laufwetter angesagt: Sonnenschein, wenig Wind und ca. 10 °!

So, der Tag der Tage begann bei uns im Hotel in Manhatten in Etage 10. Punkt 6 Uhr sollte der Bus unseres Reiseveranstalters in Richtung Staten Island starten, denn ab 7 Uhr sind jegliche Verbindungen dorthin abgesperrt. Also hiess es, die Kölle-Kostüme überzustreifen und das Köln-Wappen zu „tätowieren“! Irgendwie war es zu früh am Morgen und wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Jungs, die Schutzfolie der Tattoos sollte vorher runtergezogen werden!!! 5:30 Uhr ist alles geschafft und wir begeben uns zum Frühstück in die Hotellobby, wo wir natürlich die Blicke auf uns ziehen! Nach ein paar Fototerminen nehmen wir endlich unser Frühstück ein, denn der Bus will und muss pünktlich starten! Das Wetter ist toll und die vorab vom Zeitplan her als lange empfundene Wartezeit verfliegt wie im Nu. Für die Verpflegung war bestens gesorgt, warmer Tee, Kaffee, Bagels, Power Riegel usw. stimmten uns auf den Marathon ein.

Für einen Gruppenlauf ist vom Veranstalter ein Start aus dem Block ab Startnummer 18.000 vorgeschrieben. Da wir jedoch nicht kurz vor den Walkern starten wollen, schmuggeln wir uns schon vorher in das Getümmel. In punkto Renntaktik haben wir uns vorab ein Zeitziel von 4:30 – 5:00 h gesteckt, um die kompletten 42,195 km oder 26,2 Meilen richtig auszukosten!

Pünktlich um 10:10 Uhr ertönte der Startschuss – in unserem Startbereich wenig davon zu merken, ausser, dass sich so langsam die Läufer auf den Weg Richtung Startlinie zur Verrazano-Brücke machten. In New York gibt es insgesamt drei Startlinien, zwei oben auf der Verrazano-Brücke und einen auf der Etage darunter. Als wir dann die Startlinie passierten, konnte wir es alle nicht so ganz fassen, „es ging tatsächlich los“! Bei Meile 6 stiessen die gestarteten Läufer der unteren Brückenetage auf uns und ab dort wurden die Zuschauermassen immer mehr! Die Strecke verläuft von Brooklyn nach Queens; im Judenviertel wird dem Marathon wenig Beachtung geschenkt, aber hier und da schaut man zu. Die auch mit einem Anstieg versehene Halbmarathonmarke ist in Sicht und das berücktigte wellig Profil macht sich schon bemerkbar! Über den gedanklich nie endenden Anstieg der Queensboro Bridge gelangen wir nach Manhatten, wo die Menschenmengen am Strassenrand völlig aus dem Häuschen sind, sobald wir in unseren Kostümen in Sichtweite geraten. Auf der 1 st Avenue, die es galt ca. 4 Meilen Richtung Norden zu laufen, säumten die Massen die Strassenränder, WAHNSINN! Wir hatten noch nie zuvor so viele verrückte erwachsene Personen gesehen, die auf ein „give me five“ warteten. Mit „oh what a nice dress“ und „you are so funny“ werden wir abgeklatscht! Und ob man es glaubt oder nicht, aber das bescherte mir sogar am Montagmorgen einen leichten Muskelkater im Rücken. Auch die privaten Verpflegungsstände der New Yorker sind erwähnenswert: Bananen, Orangen, Wasser etc., einmal sogar Chicken Wings (!) - es fehlte uns an nichts! Viele Fototermine von anderen Läufern und Zuschauern unterwegs machen ein schnelleres Vorankommen unmöglich, aber das ist uns auch egal, Hauptsache wir haben genug Zeit, die Emotionen aufzusaugen, die Skyline zu bewundern und – nicht zu vergessen – jede Menge Spass zu haben! Die letzte Brücke ist in Sicht, die uns in den berühmt berüchtigten Stadtteil der Bronx führt. Hingegen unseren Erwartungen werden wir dort mit einem „Welcome to the Bronx“ begrüsst! Von dort aus ging es wieder zurück nach Manhatten. Die letzten Meilen sind bekannt für Ihren stetigen Anstieg, was wir aber bei unserem Karnevalstempo nicht wirklich bemerkten, stattdessen freuten wir uns der Zuschauer am Strassenrand, denn bald darauf bogen wir schon ab in den „hügeligen“ Central Park in Richtung Ziel! Es war geschafft, beim legendären New York Marathon haben wir tatsächlich eine neue Bestzeit von 04:46:38 h aufstellen können J

Eine Medaille, weitere Fotos anderer Finisher und ein „leckeres“ Verpflegungspaket erwartete uns im Zielberreich: Wasser, Gatorade, Bagel und ein Powerbarriegel zierte unser Tütchen, naja davon hatten wir uns fast fünf Stunden ernährt. Das einzig geniessbare darin war ein Apfel! Viel Zeit liessen die Organisatoren uns nicht, man wurde direkt in eine Menschenschleuse geleitet, die sich vorbei an allen Kleiderbeutel-UPS-Wagen schob! 1 Stunde war vergangen, als wir dann endlich umziehen konnten. Aber die Tortour war schnell vergessen und wir krönten den Marathon mit einem Besuch bei McDonald!

Das war ein Lauf, den ich nie vergessen werde!