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Meine Erlebnisse vom Nordseelauf 2009, 13. Juni bis 21. Juni
(von Michaela auf dem Graben)
Leider konnten wir erst am 14. Juni abends anreisen. Unsere Unterkunft hatten wir in Esens an der Nordsee. Von dort aus starteten wir unsere ersten Läufe.
Am Montag den 15.06. ging es mittags los nach Butjadingen. Im Bus trafen wir dann zum ersten mal einige Mitläufer. Es war direkt eine tolle familiäre Atmosphäre. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir in Burhave an wo der Start zum 12,6km Lauf war. Erstmal Startunterlagen abholen und dann war noch Zeit für ein bisschen gucken.
Dann ging es um 18Uhr los, aber nicht ohne das obligatorische Nordseelied von Klaus und Klaus. Das ging so, alle Läufer stehen am Start, angeheizt von unserem Moderator. Hände in die Höhe und dann singen alle gemeinsam die 1. Strophe: An der Nordseeküste, am Platt Deutschen Strand, sind die Fische im Wasser und selten an Land … usw. Hört sich vielleicht komisch an, macht aber riesigen Spaß. Die Strecke ging teilweise am Strand und den Dünen entlang. Auf den Dünen wurden wir von blökenden Schafen angefeuert. Andere Schafe waren so begeistert, dass sie eine kurze Strecke mitliefen. Das Ziel war in Tossens, direkt am Strand. Ein tolle Kulisse bot sich uns. Später als alle Läufer geduscht waren gab es die Siegerehrung und die alltägliche Tombola. Dann ging es mit dem Bus zurück nach Esens.
Dienstag brachte der Bus und nach Neuharlingersiel. Dort absolvierten wir einen 10,6km langen Lauf Rund ums Fischerdorf. Auch hier wieder eine tolle Stimmung.
Die letzten Kilometer gingen direkt auf dem Kamm der Düne entlang, gegen den starken Wind der Nordsee. Landschaftlich wunderschön, aber verdammt anstrengend. Start und Ziel waren im Fischerhafen von Neuharlingersiel. Man muss es einfach erlebt haben.
Mittwoch war der Pausentag. Wir fuhren mit der Fähre nach Helgoland. Eine wunderschöne Insel, klein aber fein. Es lohnt sich bestimmt hier mal eine Woche Ferien zu machen.
Donnerstag und mit einem dicken Sonnenbrand, Helgoland und der Fähre sei dank, ging es auf die Insel Spiekeroog. Die Überfahrt dauerte nur eine Stunde. Die Insel auch wunderschön, läd zum Urlaub machen ein. Wie immer hatten wir kurz Zeit um uns auf der Insel umzugucken. Um 13 Uhr war hier unser Start, ein 2 Rundenkurs a 6km. Ein sehr anspruchsvoller Strecke, die Sonne knallte und zwischen den Dünen komplett Windstill und gefühlte 40°Celsius. Kein Schatten, dann ganz starker Gegenwind, der schon angenehm war- wenigstens nicht nur Sonne und Hitze. Total kaputt kamen wir hier ins Ziel. Aber auch hier war die Verpflegung und die Duschmöglichkeiten gut. Wir durften die ganze Woche immer in die Schwimmbäder der Orte und dort kostenlos duschen. Das Duschspektakel war auch jeden Tag aufs neue lustig. Egal ob Mann oder Frau, alle stehen nackt vor oder schon unter Dusche. Scham ist hier echt fehl am Platze, und vor allen Dingen nicht notwendig.
Am Freitag war dann der große Umzug, wir wechselten das Quartier und zogen von Esens nach Bremerhaven. Mittags ging es dann von hier aus nach Otterndorf. Hier erwartete uns eine 10,4km lange Strecke. Auch hier wieder ein toller Ausblick, das alte Dorf, die neue Urlaubssiedlung und dann ans Meer. Nein, eigentlich ist es die Elbe die hier eine Breite von 16km hat. Sieht aber aus wie die Nordsee und es fühlt sich an wie das Meer. Die Strecke war wieder teilweise ganz extrem windig, hatte das Gefühl gar nicht mehr vorwärts zu kommen. Aber wir haben es geschafft.
Samstag war dann endlich der Tag der Tage. Der Wattlauf von der Insel Neuwerk nach Cuxhaven. Morgens ging es mit der Fähre nach Neuwerk, auch diese Insel ist super schön. Interessanter Weise gehört die Insel zu Hamburg. Betritt man die Insel wird man direkt von der Hamburger Fahne begrüßt. Hier hatten wir Zeit zu relaxen, wir lagen gemütlich im Strandkorb und haben uns gesonnt. Erst um 16.45Uhr war der Start für die Läufer. Vorher musste aber das Gepäck schon auf die Pferdewagen verladen werden. Die Wagen sind viel früher schon nach Cuxhaven gefahren. Als es dann endlich losging, war ich total aufgeregt. Ich wollte mir eigentlich einen ganz gemütlichen Lauf machen, nach 2km habe ich aber gemerkt, hej, das läuft gut. Dann habe ich versucht das Feld von hinten aufzurollen. Hat auch gut geklappt. Es ist mal was ganz anderes durch das Watt zu laufen. Es macht Spaß, es ist anstrengend, man muss aufpassen wenn man in die Priele läuft. Das sollte jeder Läufer mal gemacht haben, es ist ein tolles Erlebnis. Die letzten Meter im Schlick waren verdammt anstrengend, habe fast einen Schuh verloren! Dann die letzten Meter vorm Ziel gingen durch den Sand. Die Schuhe und ich sahen echt gepudert aus. Nur schade dass die Schuhe dieses Abenteuer nicht überleben, am einfachsten ist es Socken und Schuhe in die bereitgestellten Tonnen zu werfen! Ein großes Dankeschön an Andreas, der mir seine alten Schuhe extra für diesen Lauf geschenkt hat. So hat ein Teil von Andreas diesen Lauf ja auch schon mitgemacht. Es war genial, ich freue mich auf das nächste Jahr. 2010 beim Nordseelauf, die Daten und die Orte stehen schon fest, wer Interesse hat ist willkommen mitzulaufen. Man muss es einfach einmal von der ersten Etappe bis zur letzten mitgemacht haben.
05. Juni bis 12. Juni 2010 - 8 Etappen in 8 Tagen
Varel-Dangast, Wangerland, Langeoog, Greetsiel, Wagerooge, Land Wursten, Bremerhaven, Neuwerk-Cuxhaven
Änderungen vorbehalten








